Tag 17 - Heute geht´s in die Grampians

Nach ein paar Tagen am Meer mit den atemberaubenden 12 Aposteln geht es nun heute ins Landesinnere zu den Grampians. Noch im Januar,  während unserer Planung für diesen Urlaub, waren wir nicht sicher ob wir hier her fahren können, denn es wüteten hier heftige Waldbrände.  Doch die Strecke zwischen Port Campell und Dunkheld war wirklich nicht sehenswert. 

Wir fuhren immer um die riesigen Weiden herum, erst nach links dann wieder rechts um nur um unsere Zielrichtung beizubehalten, einfach zwischendurch eine Straße gab es nicht. So bekommt man einige Kilometer am Tag zusammen



Und dann begann endlich die Fahrt durch den Grampian Nationalpark und es war heftig. Bis noch vor ca. 1 Monat hat es an einzelnen Stellen noch gebrannt. Fast 70 km fuhren wir nur durch verbrannten Wald.  Interessant ist aber, dass der Eukalyptus sofort wieder austreibt und es daher nach 2 - 3 Monaten schon wieder frisches Grün an den angebrannten Bäumen zu sehen gibt.






Am Bellfield See hielten wir kurz an und es war gespenstisch. Kein Vogelgezwitscher, kein Zirpen von Grillen, einfach nur Stille. Das war sehr unheimlich. Während der Fahrt durch diese Naturtragödie riecht es wie bei einem Saunaaufguss nach Kohle und Eukalyptus. Weiter ging es dann zum Mackenzie Wasserfall. 260 Stufen führten zum Becken des Wasserfalls hinunter.  Bei Temperaturen von 38°C war vor allem der Aufstieg sehr schweißtreibend und echt anstrengend.


Aber die Tour hat sich gelohnt wie man auf den folgenden Bildern sieht. 




Weiter vorbei am Balcony Lookout mit fantastischer Aussicht über das Victoria Valley.


Die Fahrt durch dieses Tal war dann auch noch ein besonderes Erlebnis. Erst wieder durch völlig verbranntes Waldgebiet...


aber dann auf den Weiden bekamen wir auch noch viel Wildlife zu sehen. Die kleineren grau-schwarzen Wallabys sind sogar in den verbrannten Gebieten unterwegs und daher auch schwer zu erkennen.


Zum ersten Mal haben wir dann auch Emus in freier Natur entdeckt.


Nun weiter auf dem Weg nach Dunkeld, einen ganz kleinen, unscheinbarer Ort, wo wir heute in der Old Bakery übernachten wollten. Diese entpuppt sich tatsächlich als kleine Bäckerei. Im Gebäude der alten Backstube sind zwei nette Appartements eingerichtet. Der Verkaufsladen wird weiterhin für den Verkauf und für ein kleines Café genutzt. Wirklich schnuckelig.



Den Tag ließen wir dann noch im Royal Mail Hotel Restaurant bei einem guten Essen ausklingen. Schon bei der Tischreservierung hat mich der Restaurantchef gefragt, ob wir deutsch sprächen. Auf mein JA meinte er dann nur, deutsch oder schweizerisch.... 

Beim Essen fragte ich ihn ,woher er denn komme, denn es war klar, dass er kein Australier ist.  "Aus Italien zwischen Luganer See und Comer See" war seine Antwort. Auf unsere Rückmeldung, dass uns die Gegend bekannt sei, weil meine Schwester/ meine Schwägerin in Saltrio lebe, lachte er herzhaft, denn er kommt aus Clivio, dem Nachbardorf - so klein ist die Welt. 

Nach dem Essen zeigte er uns noch den legendären Weinkeller des Royal Mail Hotels. Er erklärte, dass  dieses der größte Weinkeller für französische Bordeaux Weine in der südlichen Hemisphäre sei. Dort werden 22.000 Flaschen dieser Weine gelagert,  der gesamte Keller umfasst über 35.000 Flaschen. Der Besitzer ist ein sehr wohlhabend und liebt französische und andere europäische Weine, sammelt und vertreibt diese dort und verschickt sie in ganz Australien. 
Zum Abschluss gab es noch ein Selfie mit Jan Marco an der Tasting Bar im Keller. Na dann Prost !! 




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