Tag 10 - Erster Tag im Outback
Heute hieß es früh aufstehen, wir wollten zum Sunrise am Uluru sein. Wecker 05:15 und 05:45 ging es noch im dunklen los mit unserem Suzuki Swift. Es wurde schon langsam hell und wir hielten am ersten Parkplatz, der auf einen speziellen Fotospot hinwies, aber wir waren hier allein, alle Fahrzeuge fuhren an uns vorbei. Nach ein paar Fotos in ganz besonderem Licht fuhren wir dann doch weiter der Autoschlange nach.
Am Sunrise Viewpoint angekommen waren die Parkplätze schon deutlich voller und es waren auch einige Busse da. Schnell musste jetzt die Kamera aufgebaut werden und kurz drauf ging es auch los.
Dann 180 ° Drehung zum Uluru........ die Berg bekommt seine Farbe
... und dann in seiner ganzen Schönheit.....
Wir blieben noch einige Zeit am Sunrise Point und genossen die Aussicht auf den erhabenen Berg, der schon sehr besonders in der Landschaft steht. Er ist zwar nicht sehr hoch - nur 365 m - aber seine Form und seine Solitärstellung mitten in der Prärie macht ihn zu etwas ganz Besonderem. Danach ging es erst mal zum Hotel zum Frühstücken zurück.
Natürlich nutzen wir auch unseren Leihwagen aus und fahren noch einmal zurück zum Uluru. Diesen könnte man auch zu Fuß umrunden, aber es sind einige Wege wegen der hohen Temperaturen ab Mittag gesperrt. Daher geht es mit "Autowandern" zum wohl bekanntes Spot am Uluru dem Mititjulu Waterhole. Wir waren auch schon relativ spät dran daher waren die meisten Touristen schon durch. Auf dem Weg zum Waterhole haben wir erst mal Bekanntschaft mit den tausenden von Fliegen gemacht, die um einen herumschwirren, zwar wenigstens nicht stechen aber extrem lästig sind. Viele asiatische Touristen tragen daher einen Hut mit Gesichtsnetz um die "langen" Strecken (vom Bus bis zum Spot ca. 150-300 m) meistern zu können.
Auf dem Rückweg ging es dann noch vorbei an Felsenmalereien der Aborigines. Dies sind einige der wenigen, die man als Tourist ansehen kann.
Der anschließende Besuch des Uluru-Kata Tjuta Cultural Center war auch sehr interessant (hiervon gibt es keine Fotos, es darf nicht fotografiert werden). Hier arbeiten die "Europäer" - wie die Australier! von den Aborigines genannt werden - sehr eng mit den Ureinwohnern zusammen und werden sogar von ihnen unterrichtet, damit alle Informationen, die an Touristen vermittelt werden auch wirklich authentisch sind. Sogar das Management Board des Nationalparks setzt sich aus beiden Gruppen zusammen 50% Aborigines vom Stamm der Anangu und 50% Australier !! Die Mitarbeiter lernen gegenseitig von einander, damit wird gewährleistet, dass die Kultur erhalten bleibt, aber auch die "Anangu2 sich in der "neuen Welt" gut zurecht finden. Den Stamm der Anangu gibt es seit 30-40.000 Jahren hier im Gebiet um den heiligen Berg Uluru.
Nach einer Stunde im Parkcenter ging es dann noch ca. 50 km weiter zum Kata Tjuta, der zweiten Felsformation im Nationalpark. Es war schon Mittag und somit auch sehr heiß aber dank Klimaanlage kein Problem. Am Parkplatz angekommen waren wir allerdings die Einzigen, insgesamt gibt hier sehr wenig Tourismus.
Wir schossen ein paar Aufnahmen von diesen ebenfalls heiligen Bergen und den besonderen Felsformationen. Insgesamt gefällt uns der Uluru selbst besser. Beide Felsformationen haben jedoch eines gemeinsam. Sie dürfen (seit 2016) nicht mehr erklommen werden und große Gebiete dürfen auch nicht fotografiert oder gezeichnet werden. Mehrere Kilometer darf an der Straße nicht angehalten werden. Beide Felsformationen sind Heiligtümer und die Aborigines konnten sich diesen Status von der Australischen Regierung sichern, leider erst nachdem die Region zum Nationalpark erklärt wurde. Aber sie haben es als eine der wenigen Ureinwohner geschafft sich einen einigermaßen gleichberechtigten Status mit den Einwanderern zu erringen.
Auf der Rückfahrt zum Ayers Rock Resort hielten wir noch am Dune Viewpoint um die gesamte Formation zu bewundern und natürlich auch um zu fotografieren.
Die Vegetation ist hier schon sehr erstaunlich, in den Wintermonaten November bis Februar regnet es hier teilweise sehr stark, sodass hier alles nahezu grün ist. Die Zweige und Büsche werden von den Aborigines bewusst abgebrannt um wieder frisches Grün und saftigere Pflanzen zu bekommen.
Jetzt wurde es uns aber echt zu heiß und wir verbrachten die restliche Zeit im Pool.
Morgen früh wollen wir den Uluru noch einmal bei Sonnenaufgang, aber von einer anderen Seite betrachten.
Wird sicher auch wieder ein besonderes Erlebnis.




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